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Auswirkungen der Nasen- oder Mundatmung auf die Atemwege während des Schlafs


Auswirkungen der Nasen- oder Mundatmung auf die Atemwege während des Schlafs

 

Effect of nasal or oral breathing route on upper airway resistance during sleep

 

Zahlreiche Studien zeigen, wie wichtig Nasenatmung ist. Eine der größten Veränderungen für meine Gesundheit war das Mouth-Taping, das Abkleben meines Mundes während des Schlafs. Diese Studie zeigt warum.


Zusammengefasst wird in dieser Studie gezeigt, dass die Nase während des Schlafs der bevorzugte Weg der Atmung ist, da sie den Atemwegswiderstand verringert und die Häufigkeit der Schlafapnoe-Phasen deutlich reduziert. Viele von uns atmen nachts wahrscheinlich bereits ausschließlich durch die Nase, viele von uns jedoch nicht.


Die gute Nachricht ist, dass sich das leicht beheben lässt. Wir können unseren Mund nachts einfach mit Klebeband zukleben und die erstaunlichen Benefits erleben. Die Atemwege werden freier und der Körper kann einen effizienteren Gasaustausch vollziehen, was zu einem tieferen und erholsameren Schlaf führt.


Abstract von der Studie

Gesunde Personen mit normalem Nasenwiderstand atmen im Schlaf fast ausschließlich durch die Nase. In dieser Studie wurde die Hypothese getestet, dass ein mechanischer Vorteil diese Überlegenheit der Nasenatmung gegenüber der Mundatmung im Schlaf erklären könnte.


In einem randomisierten, einfach blinden Crossover-Design wurde der obere Atemwegswiderstand während des Schlafs bei 12 (sieben männlichen) gesunden Probanden mit normalem Nasenwiderstand im Alter von 30¡4 (Mittelwert¡SEM) Jahren und einem Body-Mass-Index von 23¡1 kg?m2 mit der Nasen- und Mundatmung verglichen.


Im Wachzustand war der Widerstand der oberen Atemwege bei der oralen und nasalen Atmung ähnlich. Im Schlaf (Rückenlage, Stufe zwei) war der Widerstand der oberen Atemwege bei der oralen Atmung jedoch wesentlich höher (Median 12,4 cmH2O*L-1*s -1, Bereich 4,5-40,2) als bei der nasalen Atmung (5,2 cmH2O*L-1*s-1, 1,7-10,8). Darüber hinaus waren obstruktive (aber nicht zentrale) Apnoen und Hypopnoen bei oraler Atmung deutlich häufiger (Apnoe-Hypopnoe-Index 43 +/- 6) als bei nasaler Atmung (1,5 +/- 0,5).


Der Widerstand der oberen Atemwege während des Schlafs und die Neigung zu obstruktiver Schlafapnoe sind bei nasaler Atmung deutlich geringer als bei oraler. Dieser mechanische Vorteil könnte das Überwiegen der nasalen Atmung während des Schlafs bei normalen Probanden erklären.


 

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14621092/

Fitzpatrick MF, McLean H, Urton AM, Tan A, O'Donnell D, Driver HS. Effect of nasal or oral breathing route on upper airway resistance during sleep. Eur Respir J. 2003 Nov;22(5):827-32. doi: 10.1183/09031936.03.00047903. PMID: 14621092.


Foto von Andrea Piacquadio von Pexels